Dont Drop The Sword – Path To Eternity (CD-Review)

Dont Drop The Sword

Don´t Drop The Sword wurde 2015 von Dom (Drums) und Mathias (Bass), den Überresten der Band Distorted Perfection, ins Leben gerufen, um ihrer gemeinsamen Leidenschaft Ausdruck zu verschaffen. Komplettiert durch den charismatischen und energischen Frontmann Anti (Ex-Improved Gods) und Ryhtm & Leadgitarrist Alvin steht die Band für schnellen und epischen Old- School-Power Metal. Knapp elf Monate nach der Veröffentlichung ihrer Debüt-EP „Into the Fire“ holen DDTS nun zum nächsten Schlag aus. „Path to Eternity“ – so lautet der Titel des Debüt-Albums, das aufgrund unvorhergesehener Umstände nun nicht im November, sondern erst Anfang Dezember 2017 das Licht der Welt erblicken wird.

Allein schon die Tracklist von „Path to Eternity“ liest sich wie ein neues Tolkien Werk. 14 Lieder finden sich auf dem Debüt. Wie die klingen und ob es neben Tolkien noch andere Themen gibt, erfahrt Ihr jetzt. Den Anfang machen die „Guardians of Light“. Ob sie die Guardians of the Galaxy auch kennen? Gut möglich. Die „Hüter des Lichts“ wären auf jeden Fall Tolkien-würdig. Und wie toll sie klingen! Pfeilschneller old school Fairytale Power Metal, der Blind Guardian schon sehr ehrt. Auch Sänger Anti kann sich mehr als hören lassen, ganz tolles Organ! Starker, strahlender Opener! Etwas derber wird es da schon mit den „Rotten Wings“. Derbere Heavy Metal Teile treffen auf Melodic Speed Metal und einen hymnischen Refrain. Auch „We deal in Lead“ ist eines der härteren Stücke. Was die jeweiligen Thematiken ja anbieten. Also anschnallen, hoch mit dem müden Skelett, die Fäuste gestreckt und headbangen! Die Jungs machen ordentlich Stimmung und Musik & Gesang ergeben eine perfekte Einheit. „Drums in the Deep“. Bei dem Lied muss man an Tolkien, Herr der Ringe und die Brunnen-Szene denken. DDTS setzen das Ganze auch super um, erzählen es klasse und ehren in gewisserweise die Orks. In Zusammenarbeit mit „To the Proud a Grave“, wovon „Drums in the Deep“ nur das Intro ist. Gegen Ende klingt es sogar noch Folk Melodic Power Metal! Melodic Folk Speed Power Metal mit unendlich viel Gefühl und tausenden Litern Herzblut gibt es mit „Blood will decide“. „Banished to nightly Realms“. Ein Titel, der einem Tolkien-Fantasy-Roman nur allzu gerecht wird. Anti beweist erneut, wie viel Gefühl in seiner Stimme steckt. Jeder Ton trifft wie eine Nadel und man verliebt sich sofort, jeweils in Musik und Gesang. Ein wirklich herzzerreißende Ballade! Plötzlich schlägt die romantische Stimmung um, Anti lacht fies, es regnet schnellen Heavy Metal und der Gesang wird kraftvoller. An der Stelle sei mal erwähnt, dass Maxi, Lead Gittarist und Rhythmus Gitarrist, als Zwitstimme klasse Arbeit liefert, sich genauso gut hören lassen kann und vor allem super mit Anti in Zusammenarbeit klingt! „Wastelands of War“ ist die wahre Kriegshymne. Pfeilschnell, gewaltig, angriffslustig geht es zu Felde. So muss Mittelerde zu Saurons Zeiten ausgesehen haben. Aber auch fernab von Tolkien eine sehr düstere, zeitnahe Erzählung. Das wird bestimmt ein Live-Garant! Der „Hero of all Times“ darf sich da super mit einreihen, auch in die Helden-Saga der Jungs. Der „Siren´s Song“ hat seinen Namen verdient. Die Sirenen hätten es nicht besser gesungen. Tolkien, Seefahrt, Gefühl, Eingängigkeit, etwas hymnenhaftes – reicht vollkommen aus, perfekt! Es wird wieder folkig, diesmal zu 100 % mit „Jester´s Tears“. Akustisch, Maxi, Anti – mehr braucht es nicht! Der „King of the Dragon Age“ – Tolkien-verehrend, einem Fantasy Roman allgemein entsprechend, magisch, kraftvoll, explosiv. Erinnert ein wenig an „Eragon“ und „Dragon Heart“. Die „Sapphire Skies“ sollen für Euch ein Licht sein an dunklen Orten, wenn alle anderen Lichter ausgehen. Na wo kommt das her? Richtig, Herr der Ringe, Galadriel, Die Gefährten, als sie Frodo das Sternenlicht schenkt. Dafür schenken Euch DDTS diese übermächtige Perle. Ist doch auch was! Mit dem Herz- und Titelstück „Path to Eternity“ beenden die Jungs ihre epische Reise. Und es ist ein grandioses Finale! Vor allem erfahrt Ihr hier auch, was es mit dem Pfad zur Ewigkeit auf sich hat. Filmreif!

Fazit: Mit dieser Platte lehren Don´t Drop The Sword den „Opas“ von Blind Guardian ordentlich das Fürchten! Anstrengung Debüt überstanden, Feuertaufe bestanden, jetzt wird es Zeit für die Bretter und vor-dem-Kamin-Platz-nehm-und-DDTS lauschen! Wer epischen Power Speed Metal mag, der seine Horizonte für mehrere zusätzliche Emotionen und Genres offen hält, der muss hier reinhören! Ich muss vor allem auch noch mal betonen, was die Mitglieder drauf haben! Sei es der Hintergrund, die Erzählkunst oder die Stimmen – alles sitzt, eine Einheit! Und das muss man einfach hervor heben! Das ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit!

Tracklist:

01. Guardians Of Light
02. Rotten Wings
03. We Deal In Lead
04. Drums In The Deep
05. To The Proud A Grave
06. Blood Will Decide
07. Banished To Nightly Realms
08. Wastelands Of War
09. Siren Song
10. Jester’s Tears
11. Hero Of All Times
12. King Of The Dragon Age
13. Sapphire Skies
14. Path To Eternity

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VÖ: 12.2017
Genre: Epic Speed Metal
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