Die Heart – Stay Heart (CD-Review)

Die Heart

Man könnte jetzt eine unfassbar lange Liste mit ganz unterschiedlichen Einflüssen auf die Musik der vier Hamburger aufzählen, da jeder von ihnen musikalisch gesehen aus einer anderen Ecke kommt. Am Ende gibt es Einflüsse von fast überall, aber machen wir uns nichts vor: die Band erfindet das Rad nicht neu. Aber schon beim ersten Hinhören spürt man die Leidenschaft, die in ihnen und ihrer Musik steckt. Es wird nicht nach Schema F geschrieben und jeder Song spiegelt jeden Einzelnen in seiner aktuellen Situation wieder. Von daher kann man nie klar sagen, dass DIE HEART „nur“ Punk Rock, Hardcore oder Glam Rock ist. Man muss sich die Band ganz einfach anhören und versuchen, sich darauf einzulassen. „Es bedeutet uns am meisten, wenn die Leute unsere Songs hören und die Emotionen spüren, die wir dadurch transportieren wollen“, so Sänger Niels. (Pressetext)

Am 21.04.2017 veröffentlichen DIE HEART kaum ein Jahr, nachdem sie ihre erste EP „ALL FOR ONE“ (digital) via NoCut / SPV veröffentlicht haben, ihren ersten Longplayer „Stay Heart“, den sie Ende 2016 unter der Leitung von Marc Schettler in den Hafenklang Studios Hamburg aufgenommen haben. Wie der klingt und was die Jungs aus der Beschreibung machen, erfahrt Ihr jetzt. Ein kurzes, aber sehr feines „Intro“ leitet schon mal gut in das Debüt ein. Ein richtig nettes Gitarrenspiel klimpert da vor sich hin, bevor mit „Roots“ ein Sturm los bricht. Punk, Hardcore, Metal, derbes Gescreame. Und dabei auch noch feine Lyrics. Man sollte eben nie seine Wurzeln vergessen. Alles in allem ein geiler Start! Der Titeltrack ihrer EP „All For One“ wütet danach. In dieser Version gibt es ein Video, es gibt auch eine Version featuring Gary Meskil (Pro-Pain, Darkhaus). Ob er in der Album-Version mitsingt, kann ich leider nicht sagen. In jedem Fall ist es eine fette Granate auf die Brüderlichkeit, die Euch weg sprengen wird! Was für ein Brett! Die Single „Beers & Ziggs“ erklingt im Anschluss. Eine Punk Rock Hardcore Hymne, die sich super zum eskalieren, einen heben und feiern eignet. Gute Singlewahl! „Life Turns To Fear“ bietet nicht nur Brutalität, sondern neben „Against Us“ auch einen starken Text und Niels switcht zwischen Screamen & tiefem Growlen. Starke Lieder, die zur Revolution aufrufen! „Rise Or Fall“ – das entscheidet jeder für sich. Im Kollektiv richtet das natürlich viel mehr aus oder an. Auch das habt Ihr in der Hand. DIE HEART bieten einen melancholischen, gesanglich aggressiven Fetzen dazu, der Euch begeistern wird. In jedem Fall klasse gemacht! Worum es in „Between The Days“ geht, hab ich leider noch nicht raufinden können. Aber hört es Euch an, es lohnt sich definitiv derbe! „Keep Away“ ist definitiv eines der derbsten Stücke der CD. Wovon Ihr weg bleiben sollt, erfahrt Ihr durch Anhören. Euch erwartet ordentliches Geschrubb und Niels totale Eskalation. Mit „Stronger Than Ever“ bezeichnen sich die Jungs nicht nur selber, sie geben Euch sogar eine Motivationsspritze, die sich gewaschen hat! Derb, eskalieren, Kraft strotzend, in your face! Das trifft Euch wie eine Eisenfaust! „I Hate You“ sticht musikalisch sehr heraus. Melancholie, Rock, Emotionen, Herzblut, dennoch Abrechnung. Wenn Ihr mal schlecht gelaunt seid, hört Euch das an und schreit mit Niels Euren Frust einfach raus! Das hilft derbe, alles schon ausprobiert! Mit „Purgatory“ stellen die Jungs genau die richtigen Fragen. Anhören, verstehen, umsetzen! Danke für diese Hymne! „Jolie“. Fast schon eine Ballade knüppeln sich die Jungs da von der Seele. Man hört Niels sogar mal nicht schreien, es erklingt Sprechgesang, fast Rap gegen Ende. Auf jeden Fall ein sehr würdiges, gutes Finale!

Fazit: Wer auf derben Hardcore gemischt mit Punk und verschiedensten Emotionen / Themen steht, ist bei DIE HEART definitiv mehr als richtig! Die Jungs haben einiges drauf, hier gibt es nur talentierte Musiker und Niels besetzt den Sängerposten einwandfrei. Besser geht es nicht! Thematisch und musikalisch gibt es nix zu beanstanden, die Texte sind klasse, die Musik deckt genug Emotionen ab. Alles in allem ein super Debüt-Album! Mir gefällt es sehr und ich freue mich auf folgende Werke. Besonders erwähnen möchte ich die Genialität / das Wortspiel mit Band- und Albumnamen. Sehr löblich, sehr genial, gefiel mir beim Lesen sofort! Damit ende ich, bedanke mich bei DIE HEART und Euch, sage bis bald und stay tuned! Euer Krähenkönig

Tracklist:

01. Intro
02. Roots
03. All For One
04. Beers & Ziggs
05. Life Turns To Fear
06. Against Us
07. Rise Or Fall
08. Between The Days
09. Keep Away
10. Stronger Than Ever
11. I Hate You
12. Purgatory
13. Jolie

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VÖ: 21.04.2017
Genre: Hardcorepunk
Label: Nocut (SPV)

Die Heart im Web:

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