Davey Suicide · Made From Fire (CD-Review)

Davey Suicide

Davey Suicide wurde im Jahr 2011 in der kalifornischen Großmetropole Los Angeles von Sänger Davey Suicide gegründet. Im selben Jahr stießen mit dem Keyboarder Needlz, dem Bassisten Frankie Sil, dem Gitarristen Eric Griffin und dem Schlagzeuger Ben Graves weitere Musiker hinzu. Im November 2012 erschien mit „Put Our Trust in Suicide“ eine EP mit vier Titeln, welche komplett in Eigenregie aufgenommen und veröffentlicht wurde. Knapp vier Monate später erschien im März 2013 das Debütalbum, welches nach der Gruppe benannt wurde. Auch das Debütalbum erschien als Eigenveröffentlichung. Im selben Jahr verließen Sil, Griffin und Graves die Band und wurden von dem Schlagzeuger Drayven Davidson, dem Gitarristen Ashes und dem Bassisten Brent Ashley ersetzt. Allerdings verließ Ashes die Gruppe Ende des Jahres 2013 wieder. Zwischenzeitlich unterschrieb die Gruppe einen Vertrag bei StandBy Records, worüber am 30. September 2014 mit „World Wide Suicide“ das zweite Album der Band erschien. Die Gruppe tourte bereits mehrfach durch die Vereinigten Staaten, unter anderem im Vorprogramm von Vampires Everywhere!, Orgy, The Bunny the Bear, The Defiled, William Control und den Fearless Vampire Killers.

Am 24.03.2017 erschien nun endlich der brandneue dritte Longplayer „Made from Fire“. 14 brandneue Tracks sind drauf. Wie die klingen, erfahrt Ihr jetzt. „Resurrection (Intro)“ beginnt schon mal sehr gut. Düster, knarrzend, derbes Gekeife im Hintergrund. Es klingt wie in einer verlassenen Lagerhalle aufgenommen. Dann legen Davey Suicide richtig los mit „Rise Above“. Gescheiter Industrial Alternative Metal bricht da los. Die Jungs zerlegen wirklich alles und Davey brüllt sich jeglichen Hass von der Seele. Auch an den Instrumenten tobt die Tollwut. Richtig fettes Teil! „Dancing with the Reaper“ schafft es, die Toten zu wecken und bringt Leben auf den Friedhof. Also tanzen wir ausgelassen auf den Gräbern zu dieser Granate! „No Angel“. Damit schaffen die Jungs eine richtig feine Düster-Perle. Eine Art Dunkel-Ballade erwartet Euch hier. Nichts romantisches, aber durchaus sehr toll gemacht. Thematisch ist es eher die Abrechnung mit einem Mädel. Super gemacht! Die Auskopplung „Too many Freaks“ erklärt sich von selbst. Düster, freaky, creepy, ausgeflippt, geht ordentlich ab. Das Video setzt dem Ganzen die Krone auf. Super Singlewahl, die die Band auch noch perfekt präsentiert und vorstellt. Die Rap-Parts stammen von Twiztid. Der Teil hätte ruhig weg bleiben können. Nächstes Mal bitte ohne. „Torture me“ prsäentiert sich als richtige Hymne. Ein Lied, das für mich sehr viel Single-Potenzial hat. Geiler Metal, tolle Melodien, feiner Text, eingängiger abwechslungsreicher Gesang. „Anti-System Revolution“ macht sehr deutlich klar, was die Jungs hier wollen und was sie von unseren Systemen halten. Es wird allerhöchste Zeit für eine Revolution und die Jungs rufen sie aus! Top gemacht, Fans von Marilyn Manson werden hier sicher glücklich werden! „Paralyzed“ überrascht und sticht zum ersten Mal richtig heraus. Davey punktet durchaus auch mit klarem, gefühlvollem Gesang. Was für ein Überhit, der Euch sofort infizieren wird! Davey Suicide punkten durchaus auch mit solcher Musik, bitte viel mehr davon! „No Place like Hell“. Auch hier ist der Name Programm. Höllisch gut, teuflisch böse, Revolutzer, fies, explosiv. Kann man sich durchaus mal anhören. Auch die „Nacht des Teufels“ wird hier besungen. Wer „The Crow“ kennt, weiß, wie sie da zelebriert wurde. Davey Suicide stellen sie mit Glam Alternative Metal vor. So lässt sich die „Devil´s Night“ ausleben. „Take the Pain away“ punktet durch Eingängigkeit, seine melancholische elegische Art, Hoffnungslosigkeit, Dramatik und seinem abwechslungsreichen Metal. Gut gemacht! Vor allem ist es authentisch, was besonders bei solchen Themen extrem wichtig ist. „The Chemicals in You“ klingt extrem spannend. Müsst Ihr Euch unbedingt mal anhören, das ist mein spezieller Anhörtipp! Wer Zeromancer, Filter und das neue Material von Combichrist mag, ist hier richtig. Das Herz- und Titelstück „Made from Fire“ macht eindeutig klar, was die Jungs damit sagen wollen und was sie mit dem Album wollen. Die Welt brennt und Davey Suicide gießen noch Benzin nach! „End of the War“. Und gleichzeitig auch End of the CD. Eingängig, herzlich, Eis schmelzend, melancholisch, extrem nahe am Zeitgeschehen, Milli- arden Liter an Herzblut, tief treffend. Wunderschönes Lied und grandioses Finale! Dieses Lied bekommt den Thron der Favoriten!

Fazit: Alleine schon von der Optik her punkten Davey Suicide. Aber auch musikalisch haben sie einiges zu bieten. Meister an ihren Instrumenten, ein klasse Sänger, ein neuer Stern am Industrial Alternative Metal Himmel und wahre Meister der Lyrik! Tolle Thematiken, abwechslungsreiche Stimmungen, Freaks, Poeten, Freiheitskämpfer, Revolutzer, extrem nahe am Zeitgeschehen, mit viel Benzin und Hass in den Venen. Und immer straight in your face! Man darf gespannt sein, was da noch kommt. Mich haben sie überzeugt, ich finde das Album super und habe abgesehen von dem Rap-Part keine Kritik. Jeder, der das Genre mag, sollte hier mal beide Ohren riskieren. Damit ende ich, bedanke mich herzlich bei Davey Suicide und Euch, sage bis bald und stay tuned! Euer Krähenkönig

Tracklist:

01. Resurrection
02. Rise Above
03. Dancing with the Reaper
04. No Angel
05. Too many Freaks – Davey Suicide / Twiztid
06. Torture me
07. Anti-System Revolution
08. Paralyzed (feat. William Control)
09. No Place like Hell
10. Devil’s Night
11. Take the Pain away
12. The Chemical in You
13. Made from Fire
14. End of the War

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VÖ: 24.03.2017
Genre: Gutter Goth Rock
Label: Darktunes Music Group (Soulfood)

Davey Suicide im Web:

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