Darkness On Demand – City of the Dreamers (CD-Kritik)

Darkness On Demand

Die drei „Dance or Die“ Musiker Wagner, Falgalas und Chris L. schreiben ihre Geschichte in ihrem neuen Projekt “Darkness on Demand” fort. In ihrem altbewährten old-school EBM Style, kombinieren sie tanzbare Dancefloor-Grooves und eingängige Melodien. Die erste Single „City of the Dreamers“ ist eine moderne Utopie, eine Vision einer besseren Zukunft der Kunst und Kreativität, die eine neue Hoffnung auf ein besseres Leben erweckt, ein Leben ohne Hass, Krieg und Korruption. Die Single enthält 6 exklusive und unveröffentlichte Songs, die nicht auf dem Album erhältlich sind. (Quelle: Pressetext)

Schon der Opener „City Of The Dreamers (DoD Remix)“ hat es in sich! Der treibende Beat ist deutlich schneller als in der Albumversion und ist mit seinem tranceartigen Charakter ein toller Tanzflächenfüller. Dieser Remix ist düsterer und trockener, aber entbehrt nicht dieser feinen eingängigen Melodie, die über allem schwebt. In „Body Bleed (Kunstwerk Remix)“ werden durch die Robovoices Erinnerungen u.a. an Kraftwerk geweckt. Dieser Titel hat einen ganz eigenen Charakter, der ihn von den anderen deutliche abhebt. Die Komposition selbst hat Elemente, die auch den eleganten Stil von „Die Form“ ausmachen. „Fracking All The Rules“ ist wahrhaftig originell mit dem satten Orgelsound, der eine mittelalterliche Melodie über den stampfenden, trockenen Rhythmus orgelt. Insgesamt geht dieser Titel im Stil stärker in Richtung Industrial/EBM, aber mit diesem melodiösen mittelalterlichen Einschlag. Das klingt sehr spannend. „The Fire Is Not Out“ erklingt glasklar mit glockenähnlichen Sounds, die verzerrten Voices schaffen eine zutiefst düstere Stimmung. Der dumpfe Basslauf wummert tief in die beklemmende Dynamik der Synthmelodie hinein. Dark Electro, wie es dunkler nicht geht. Sanfter geht es noch zu bei „We Take Revenge“. Die Stimme wird diesmal als Spoken Word mit viel Hall eingesetzt, um dann mit voller Aggressivität in Shouts auszubrechen. Im Hintergrund singt weiterhin in ergriffener Sanftheit ein Engelschor, was einen ungewöhnlich schönen Gegensatz kreiert. Hier kommt er nun, der stilechte EBM-Titel: „Wir Stürmen Heut Das Parlament“. Rasant, frech und auf den Punkt gebracht jagt der Rhythmus voran und der Text liefert die passende Systemkritik. Schöne weiche Synthiepopsounds bereichern die Albumversion von „City Of The Dreamers“. Im Gegensatz dazu klingt Wagners Gesang kernig und kratzig wie nach einer durchfeierten Nacht. Dieser Titel ist mit leichter Hand komponiert und hat etwas ungemein sphärisch schwebendes und hypnotisches.

Fazit: Toll, was sich Darkness on Demand einfallen lassen für diese Single. Es versammeln sich etliche sehr interessante, experimentelle Schätze, um bei jedem Hören erneut zu faszinieren. Das, was Darkness on Demand als Single abliefern macht sehr neugierig auf das kommende Album, was am 23. Februar herauskommen wird. Sie heißen nun nicht mehr „Dance or Die“, aber die Kurzform bleibt erhalten „DoD“. So kann es auch für die Musik beschrieben werden: Klingt anders, aber doch bleibt die Grundidee erhalten. Diese Single macht sehr viel Freude mit seiner kreativen Bandbreite an Titeln und Remixen.

Tracklist:

01. City of the Dreamers (DoD Mix)
02. Body Bleed (Kunstwerk Remix)
03. Fracking all the Rules
04. The Fire is not out
05. We take Revenge
06. Wir stürmen heut das Parlament
07. City of the Dreamers (Album Version)

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VÖ: 02.02.2018
Genre: EBM, Electro
Label: RepoRecords

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