Betontod – Revolution (CD-Review)

Es gibt neues Material von Betontod! Seit Anfang der 90er existiert die deutsche Punkrock-Band aus Rheinberg nun bereits. Nach den beiden Bandnamen „Extrem“ und „Sniffin’ Kills“ benannten sie sich schließlich in „Betontod“ um. Mit der Veröffentlichung ihres Albums „Schwarzes Blut“ (2006) zogen Betontod erstmals große Aufmerksamkeit auf sich. Die Liste an Festivals und Konzerten, die sie bereits abgearbeitet haben, wird immer länger. Mittlerweile waren sie sogar auf dem Wacken, beim Rockharz und auf dem Summer Breeze. 2010 gründeten sie ihr eigenes Label Better than Hell, seit dem Album „Antirockstar“ 2011 beherbergen sie u.a. auch Bands wie Saitenfeuer und Kärbholz. Wer in Eigenregie über 1000 Konzerte organisiert, 7 Studio- und 3 Live-Alben, auf denen sogar schon andere Stile wie Ska und Metal ausprobiert wurden, veröffentlicht hat, der macht viel richtig. Ihr letztes Werk „Traum von Freiheit“ erschien 2015 über Columbia (Sony Music).

Am 13.01.2017 erscheint nun endlich das brandneue Werk Revolution über Arising Empire (Warner). Texter und Komponist Frank Vohwinkel zum neuen Album: „In welcher Gesellschaft wollen wir leben, alles läuft immer schneller, immer weiter in eine Richtung, in der der Einzelne immer weiter in den Hintergrund tritt. Es wird Zeit, den Menschen zu zeigen, dass ein kleiner Teil nicht berechtigt, die Legion der Vergessenen immer größer werden zu lassen. Es wird Zeit für eine Revolution! Was Frank Vohwinkel mit diesem kurzen Statement sagt, spiegelt die aktuelle Realität in diesem Land und auf der ganzen Welt wieder. „Und wir sind nicht bereit, den Hetzern die Straße zu überlassen, es wird Zeit für eine Revolution in der Mitte dieser Gesellschaft, nicht getrieben von Angst und Hass, sondern von Empathie und sozialer Verantwortung.“ Dabei ist uns klar, dass wir die breite Unterstützung von diversen Medien niemals erhalten werden. Dieser Bandname, an dem man nicht vorbeikommt, ob man will oder nicht, macht einem keine Türen auf. Und gerade deshalb ist es wichtig, dass diese Stimme von immer mehr Fans gehört wird und diese Fans fernab dieser Medien bereit sind, diesen Weg mit zu gehen.“ (Quelle: Pressetext) Wenn das mal nicht vielversprechend ist und es wird in 12 brandneuen Tracks verarbeitet! Wie das alles klingt, erfahrt Ihr jetzt: Das „Intro“ alleine ist schon traurig und nachdenklich genug. Melancholische Gitarrenklänge und ein Wehklagen im Hintergrund steigern das Ganze noch. Über geht das in „Revolution“. Das Herz- und Titelstück fasst das alles zusammen, was Frank ja bereits sagte. Das wird definitiv eine neue Hymne der Jungs! Dann präsentiert sich eine der Singles. „Küss mich“ ist eine feine Ballade, wie sie nur von Betontod stammen kann. Echt top! Die Frau, der das Lied ge- bührt, kann mächtig happy und stolz sein! Man kann Revolutio- nen eben nicht immer alleine ausfechten. Direkt im Anschluss stimmt „Welt in Flammen“ wieder nachdenklich. Dass unsere Welt so wie sie aktuell läuft, in Flammen steht, sollte mittlerweile jeder mal erkennen. Krieg und Geld regieren die Welt. Die brandneue Single „Ich nehme dich mit“ setzt auf Freundschaft und Zusammenhalt. Hier wird ordentlich gefeiert werden! Schauspieler Ralf Richter hat im Video dazu eine Gastrolle. Single Nummer 3 „Freunde“ zielt in eine ähnliche Richtung. „Herz an Herz“ ist eine weitere feine Ballade. Auf das Leben, auf die Liebe! „Verdammt schwer“ ist ein kleines feines Liedchen über Abschied, das vor Schmerz nur so trieft. Vorgetragen wird es nur mit Gitarre und Gesang. Einfach nur wunderschön und sehr herzergreifend! Für Leute, die jemanden verloren haben, vielleicht ein kleiner Trost oder zumindest ein Lied, das ihnen hilft. „Freiheit oder Tod“ ist ein Song über Betontod und in gewisser Weise für ihre Fans gezimmert. Darum feiert mit ihnen und singt einfach beim Konzert und dem Refrain mit! „Bambule und Randale“ legt natürlich ordentlich los. Der Track wird alles abreißen was abzureißen geht! Zu „Es lebe die Freiheit“ muss ich einfach nix sagen, das erklärt sich von selbst! Dementsprechend laut und aus voller Kehle wird es auch vorgetragen. Wer hier nicht mit abgeht, dem ist nicht mehr zu helfen. „Mann über Bord“ zieht noch mal alle Register. Fetter Metal dröhnt da aus den Boxen, der Gesang ist abrechnend, es wird sich noch mal ordentlich ausgekotzt – also das perfekte Endlied für diese CD!

Fazit: Viel muss nicht mehr gesagt werden. Die Platte hat ihren Namen verdient, sie schreit nur so nach Revolution und mit Bestie Mensch wird gescheit abgerechnet! Trifft den Nagel auf den Kopf und den Nerv der Zeit genau dort wo es weh tut! Trotzdem gibt es Balladen, Lieder über Freundschaft und Zusammenhalt & Party darf bei den Jungs freilich auch nicht fehlen. Die Fans werden begeistert sein – besser kann es nicht laufen. Damit ende ich, be- danke mich bei Betontod und Euch, sage bis bald und stay tuned! Euer Krähenkönig

Tracklist:

01.Intro
02.Revolution
03.Küss Mich
04.Welt In Flammen
05.Ich Nehme Dich Mit
06.Herz An Herz
07.Verdammt Schwer
08.Freiheit oder Tot
09.Bambule & Randale
10.Freunde
11.Es lebe die Freiheit
12.Mann über Bord

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VÖ: 13.02.2017
Genre: Punk / Rock / Metal
Label: Arising Empire (Warner)

Betontod im Web:

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