ASP – Zutiefst (CD-Review)

ASP

Seit inzwischen 18 Jahren begeistern die Gothic-Novel-Rocker ASP mit ihrer einzigartigen Mischung aus treibender Rockmusik, gepaart mit melodischen Klängen, tiefen Vocals und Elektroelementen nicht nur die Anhänger der „Schwarzen Szene“, sondern auch Musikliebhaber über die Grenzen der Gothic- und Metal-Szene hinaus. Bevor sich nun die Truppe um Frontmann und Sänger Alexander „Asp“ Frank Spreng für einige Monate eine wohlverdiente Ver- schnaufpause gönnen, fahren sie mit dem neuen, 11. Studio-Album „Zutiefst“ richtig schwere Ge- schütze auf. Aktuell touren ASP mit Gothminister durch die Lande und stellen ihre neuen Songs ausgiebig live vor.

Seit dem 27.10.2017 ist es nun schon auf den Märkten zu erwerben. Wie das alles klingt und ob Jules Verne eine Inspirationsquelle darstellte, erfahrt Ihr jetzt. Bereits „Sturz (Intro)“ macht klar, dass es diesmal auf große Fahrt auf´s große Meer und natürlich auch in seinen Tiefen geht. Möwen, Schiffgeräusche, Blubber-Blasen eines U-Boots, Walgeräu- sche. Weiter geht es mit der Single „20.000 Meilen“ und es geht richtig los! Melancholisch, tief, zutiefst berührend, schöner Text, klasse gesungen, dunkel-romantischer Novel Rock. Gute Single-Wahl! Es folgt das Herz- und Titelstück „Zutiefst“ und man hört eine weitere Entwicklung, beruhend auf den Wurzeln der Band. Dramatisch, pfeilschnell, wunderschön erzählt, derbe rockig. Das kann ein weiterer Evergreen der Band werden und ein absoluter Live-Garant! Man erhält auch genaue Infos zur Reise mit dem wundervoll designten U-Boot. Eine wahrlich tolle Hymne! Verdiente Position des Herz- und Titelstückes! „SonaARta“. Folkig, Dark Novel Rock, Mittelalter-Elemente, düster, eingängig, packend, fesselnd, sehr mitreißend und tief berührend. Im Refrain sehr hymnisch! Ja, ASP sind zurück! „Torpedos“ trifft sehr gut, was hier passiert. Kämpferisch, herausfordernd, seemannstauglich, meeres- verehrend, angriffslustig, allen Problemen trotzend, pfeilschnell. Anschnallen und erleben! Das wird eine ruppige Fahrt und dennoch bestehen wir es als Team! Natürlich darf bei einer Band wie dieser und solch Thematik der sagenumwobene „Leviathan“ nicht fehlen. Dementsprechend bedrohlich beeindruckend ist das Lied auch aufgebaut. Wirklich hervor- ragend erzählt! Sehr gut gemacht. Passend zum Album-Namen gibt es noch „Die Untiefen“ obendrauf. Hier zeigt Meister Spreng eine neue Stimmfarbe. Er kann also auch so erzählen. Und Ihr hört es richtig: die Untiefen warten und rufen! Also ab an´s Meer! Es kann nicht immer nur seichte Gewässer geben. Das Leben ist wechselhaft wie das Meer. Tückisch, ruhig, stürmisch, aufbäumend, aber auch sanft und wunderschön. Riskiert mal was. Natürlich wieder versehen mit einem höchst genialen Text. Erinnert im Aufbau durchaus an den wundervollen „Krabat Liederzyklus“. „Abyssus 1“ klingt nicht direkt wie die „SonaARta“, aber es geht in die Richtung. Es ist eine dieser wunderschönen, tief- gründigen, tief berührenden ASP Balladen. Feuerzeuge raus und dahinschmelzen! Es bleibt abzuwarten, dass ein Teil 2 folgt. Es folgt Single Nummero 2: der „Bernsteinmeerengel“! Beziehungsweise die. Es geht tatsächlich um mehr. Auch eine sehr gute Wahl für eine Auskopplung. Beide Singles vertreten das neue Werk wirklich hervorragend. Wunder- schönes, höchst geniales Lied! Es folgt die „Mondscheinsirenade“. Die erinnert mich ein wenig an Goethes Erben. Es geht zurück zu den Anfängen der Band. Bedrohlich, eingängig, creepy, Gänsehaut-Schauer, ein Sprechgesang der das Fürchten lehrt. Dann legt der Dark Rock los und Meister Spreng singt. Höchst genial diese Perle! Auch hier wird es besonders hymnisch beim Refrain! Zum Abschluss gibt es noch ein ganz besonderes Goldstück. „Sog“ punktet durch Melancholie, Abwechslung durch Eingängigkeit und fieses Gekeife, Elemente einer düsteren Ballade, elegische Momente und einen betörenden Gesang. Auch hier ist die lyrische Seite die Kirsche auf der Sahne. Lasst Euch fallen und ergebt Euch dem „Sog“! Faszinierendes Finale!

Fazit: ASP sind wieder mit voller Stärke zurück! Es geht sehr zurück zu den Wurzeln und Anfängen, die mit einigen neuen Elementen aufgepeppt werden. Die Texte strotzden nur so vor lauter Genialität und die Thematik vom Meer sowie der U-Boot Reise wird beein- druckend erzählt. Man darf durchaus gespannt sein, wie es da weiter geht. Immerhin verrät uns „Abyssus 1“ ja schon, dass es irgendwie weitergehen muss! Mich hat es überzeugt! Hier haben Meister Spreng und seine Jungs wirklich ein Mammutprojekt gestartet und einen weiteren Meilenstein in ihrer Diskographie gepflanzt. Ein wirklich sehr zu empfehlendes Werk!

Tracklist:

01 Sturz (Intro)
02 20.000 Meilen
03 zutiefst …
04 SonaARta
05 Torpedos
06 Leviathan
07 Die Untiefen
08 Abyssus 1
09 BernsteinmeerengeL
10 Mondscheinsirenade
11 Sog

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VÖ: 27.10.2017
Genre: Gothic-Novel-Rock
Label: Trisol Music Group

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